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Geschichte Ts
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Abz_HisFwTech_01

Die Tankspritzen Ts 2,5 / Ts 2,5a
der Fliegerhorstfeuerwehren der deutschen Luftwaffe
 

Das neu gegründete Reichsluftfahrtministerium (RLM) benötigte für die Fliegerhorste der Luftwaffe leistungsfähige Feuerwehrfahrzeuge, um bei Unfällen mit Luftfahrzeugen eine effektive Brandbekämpfung durchführen zu können. Diese Fahrzeuge sollten die Lösch-mittel Wasser und Schaumbildner (zur Luftschaumerzeugung) in ausreichender Menge mitführen. Gemäß Pflichtenheft mussten die Fahrzeuge 5 Sekunden (!) nach dem Anhalten aus 3 Schaumrohren Löschschaum abgeben können. Als Antriebsart wurde, gegenüber den Vorschriften für die Feuerwehren, für die Dieselmotoren zwingend vorgeschrieben waren, hier aber der Vergasermotor vorgegeben, denn über diesen Kraftstoff verfügten die Fliegerhorste naturgemäß für ihre Luftfahrzeuge. Ebenso wurden Anforderungen hinsichtlich der Verwendung im Gelände gestellt. Nach der Erprobung diverser Prototypen durch das RLM erging ein Auftrag zur Serienfertigung an die Firma Metz in Karlsruhe. Im Jahr 1936 lieferte Metz die erste Bauserie auf einem Dreiachsfahrgestell Fabrikat Henschel, Typ 33 FA I aus. Die Bezeichnung der Fahrzeuge lautete „Tankspritze Ts 2,5“ (Serien-Nr. 100-190). Das Henschelfahrgestell war noch eine Entwicklung aus Zeiten der Reichswehr.

1938 folgte eine zweite Bauserie (Serien-Nr. 191-347), dieser folgte 1940 das dritte Baulos, das durch die Firma Magirus in Ulm ausgeführt wurde. Diese Fahrzeuge hatten die Bezeichnung „Tankspritze Ts 2,5a“ (Serien-Nr. 348-783). Insgesamt wurden 684 Tankspritzen gebaut.

Ab 1943 wurden die unterschiedlichen Bezeichnungen der Feuerwehrfahrzeuge von Reichsinnenministerium und Reichsluftfahrtministerium einheitlich geregelt. Ab diesem Zeitpunkt wurden die Tankspritzen als Tanklöschfahrzeug TLF 25/36, TLF 25/38 bzw. als TLF 25/40 bezeichnet. Die Zahl nach dem Schrägstrich kennzeichnet das Jahr der Bauserie.

Die Tankspritzen waren auf allen Fliegerhorsten der deutschen Luftwaffe, ausgenommen in Afrika, im Einsatz. Die Fahrzeuge bewährten sich laut Zeitzeugenaussagen sehr gut, und so manche Flugzeugbesatzung verdankt dem schnellen Eingreifen der Fliegerhorstfeuerwehr mit der Tankspritze ihr Leben. Henschel-Tankspritzen waren auch auf dem Fliegerhorst Ingolstadt-Manching - so die damalige Bezeichnung – sowie in Neuburg stationiert.

Bei dem vorhandenen Fahrzeug handelt es sich um die Tankspritze Ts 2,5a – Seriennummer 669 mit Fahrgestell Henschel und Aufbau Klöckner-Humboldt-Deutz (Magirus).

Es sind auf dem europäischen Festland nur mehr 8 Stück dieser imposanten und für die feuerwehrtechnische Entwicklung bedeutsamen Fahrzeuge erhalten geblieben. Drei dieser Tankspritzen befinden sich in Deutschland.

Eigentümer der Ts 2,5 a ist das Bayerische Armeemuseum, das Fahrzeug ist eine Dauerleihgabe an die Historische Fahrzeugsammlung, Fachbereich Feuerwehrtechnik.